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Ramadama - Aufräumen für München

Ramadamas sind Abfall­sammelaktionen in Münchens Wäldern, Wiesen und Fluss­auen.  Der Abfall­wirtschaftsbetrieb München (AWM) unter­stützt Vereine, Bürger­initiativen, Schulen und Bezirk­ausschüsse bei der Durch­führung. Die Münchnerinnen und Münchner über­nehmen gemein­sam mit dem AWM die Verant­wortung für die Grünen Lungen unserer Stadt.

„So ein Ramadama ist ein tolles Gemeinschafts­erlebnis: Vereine, Initiativen, Schulen sowie ver­schiedene Gruppen räumen in München auf,“ sagt Kristina Frank, Kommunal­referentin und Erste Werk­leiterin des AWM. „All diese Menschen über­nehmen damit freiwillig Verant­wortung für die Sauber­keit in ihrer Heimat­stadt. Deshalb unter­stützt der AWM dieses nach­haltige bürger­schaftliche Engagement zum Erhalt der Münchner Naherholungs­gebieten sehr gerne.“

Achtung

Die Ver­antwortung für die Ein­haltung der aktuellen Hygiene­regeln liegt bei den jeweiligen Ein­richtungen und nicht beim AWM.

Zeitraum

Traditionell finden die Ramadama-Aktionen nach der Schnee­schmelze sowie in den Herbst­monaten statt. Aus Gründen des Natur­schutzes dürfen vom 15.3. bis 30.9. keine Aufräum-­Aktionen durch­geführt werden. 

Kontakt

Abfallwirtschaftsbetrieb München - Ramadama
Georg-Brauchle-Ring 29
80992 München

Organisation von Aktionen

Wer kann mitmachen und was müssen Sie tun:

  1. Auswahl und Meldung einer geeigneten Grün­fläche (über­wiegend städtischer Grund, kein Staats­wald, kein Privat­grund, keine verkehrs­gefährlichen Flächen) an den AWM. Wir prüfen, ob die Fläche geeignet ist.
  2. Bitte die Aktion mindestens 4 Wochen vor dem geplanten Termin an­melden. 
  3. Die An­meldungen werden in der Reihen­folge des Eingangs berück­sichtigt.
  4. Mit­machen können nur Gruppen (Vereine, Schul­klassen, Bezirks­ausschüsse) mit mindestens 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Kleinere Aktionen unter­stützt das Bau­referat (siehe unten „Kleinere Aufräum­aktionen“).
  5. Die Initiatoren organisieren die Aktion (Teilnehmer­auswahl, Werbung, usw.) selbst­ständig.

Wie funktionieren kleinere Aufräumaktionen:

Kleinere Aufräum­aktionen (unter 20 Teilnehmer) werden vom Bau­referat unter­stützt. Das Bau­referat prüft die vorge­schlagenen Flächen und stellt Abfall­säcke bereit. Die Freiwilligen stellen die ge­füllten Säcke an den vereinbarten Orten ab. Dort holt sie das Bau­referat ab. Zusätzliche Unterstützung mit Personal und Fahr­zeugen ist in Ausnahme­fällen möglich.



Wie unterstützt der AWM die Ramadamas:

  • Der AWM stellt Arbeits­handschuhe und Abfall­säcke für die En­sorgung der gesam­melten Abfälle Verfügung.
  • Abfall­container werden an geeigneten Plätzen während der Aktion auf­gestellt und an­schließend vom AWM ab­transportiert.
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer er­halten einen Brotzeit­zuschuss.
  • Der AWM küm­mert sich um not­wendige Genehmigungen.

Richtiges Abfalltrennen beim Ramadama

  • Kleinteiliger Rest­müll wird in Säcken gesam­melt. Die vollen Säcke werden ent­weder zu Fuß oder per Transport­fahrzeug (vom Baureferat) zu den Sammel­containern gebracht.
  • Große Teile (z. B. alte Fahr­räder) bitte direkt zu den Sammel­stellen bringen.
  • Problem­abfälle (z. B. Auto­batterien, Spray­dosen oder Öl­kanister) werden neben den Containern gesam­melt und dann zu den Problem­stoff-Annahme­stellen der Wertstoff­höfe transportiert.
    Bei An­zeichen von Gefahr (z. B. Munition, tote Tiere) sind die Helfer ange­wiesen, den Sonder­müll liegen zu lassen und den Fund­ort in einen Plan einzu­tragen. Das Fach­personal des AWM oder die Feuer­wehr kümmern sich dann um die Ent­sorgung.

Ursprung des Ramadama

Das Ramadama ist untrenn­bar mit dem Namen Thomas Wimmer, dem Münchner Ober­bürgermeister der Nachkriegs­zeit verbunden. Der "Wimmer Dammerl", wie die Münchner ihn liebe­voll nannten, ist der Ur­vater des Ramadama. Der Begriff ist bairisch und heißt auf Hoch­deutsch „räumen tun wir“. Das war die Parole für die große Trümmer-Räum-Aktion im Jahr 1949, als in der Nachkriegs­zeit die Stadt in Schutt und Asche lag.
Thomas Wimmer hatte es ver­standen, die gesamte Münchner Be­völkerung für das Ramadama zu motivieren. Ihm ist es auch zu ver­danken, dass die Stadt beim Wieder­aufbau im Kern ihr ge­wachsenes Bild weit­gehend bewahrt hat. Nach mehr als 50 Jahren profitieren wir heute noch von dieser Umsichtig­keit, nicht zuletzt auch in den Münchner Isar­auen, die eben­falls als wichtiges Frei­zeit und Erholungs­gebiet für uns Groß­städter erhalten geblieben sind.
Der Begriff Ramadama wurde später auf verschiedene Räum- und Reinigungs­aktionen in München über­tragen, insbesondere für die Müllbeseitigungs­aktionen in Auen und Fluren ent­lang der Isar. Auch hier hat das Ramadama bereits eine längere Tradition. Die Initiative ging Ende der 70er Jahre vom Münchner Isarfischer-Verein aus.