Modernisierung und Digitalisierung
Der AWM stellt wichtige Weichen, um den Betrieb zu modernisieren und die Digitalisierung in mehreren Bereichen zu verankern.

Unser Strategisches Logistik-Tool (SLoT)
Im Februar 2025 ist der Startschuss für das Implementierungsprojekt SLoT gefallen. Ziel des Projekts ist die Einführung des strategischen Logistiktools „awm“ des österreichischen Unternehmens Infeo GmbH beim AWM.
Die Software umfasst drei zentrale Komponenten, die unterschiedliche Arbeitsbereiche unterstützen:
- „awm Web“ – eine Webanwendung für Büroarbeitsplätze,
- „awm App“ – eine mobile Anwendung für Fahrer, Vorarbeiter und Müllwerker,
- „awm Desktop“ – eine Desktopanwendung, die künftig die bisherige Revierplanung ablöst.

Abläufe effizienter gestalten
Mit der Einführung des Systems sollen die logistischen Prozesse im Einsammeldienst sowie im Wertstoff- und Problemstoffservice verbessert werden. Dazu gehören unter anderem die Revierplanung sowie die Organisation der Sperrmüll- und Christbaumabholung. Ziel ist es, diese Abläufe bis Ende 2028 effizienter zu gestalten, zu standardisieren und stärker zu digitalisieren.
Das Projekt ist ein weiterer wichtiger Schritt, um das digitale und moderne Arbeiten beim AWM gezielt weiterzuentwickeln und Informationsflüsse zu beschleunigen. Papierbasierte Abläufe und Insellösungen werden schrittweise abgelöst. Stattdessen entsteht eine einheitliche Systemlandschaft, in die künftig weitere Prozesse und Projekte integriert werden können.
Sperrmülldisposition per App und Web
Seit Januar 2025 ist der neue Ablauf für die Sperrmüll- und Christbaumabholung erfolgreich im Live-Betrieb. Die Touren werden im awm-web disponiert. Somit ist der Status der Aufträge nun auch für die Kollegen im Kundenservice in Echtzeit einsehbar. Die Sperrmüll-Partien nutzen die awm-App zur Bearbeitung der Aufträge auf dem Smartphone. Pro Auftrag können Informationen wie Mengenangaben oder Fotos hinterlegt werden. Zudem dient die App als Navigator und Kunden können Aufträge als erledigt gegenzeichnen.
Migration zu SAP S/4HANA
Grundlage für die digitale Zukunft
Die Migration auf SAP S/4HANA ist ein wichtiger Schritt für die zukünftige Systemlandschaft des AWM. Hintergrund ist das auslaufende Wartungsende des aktuell eingesetzten Systems SAP ERP 6. Mit der Umstellung auf die neueste Generation der SAP Business Suite setzt der AWM auf eine moderne, leistungsfähige und langfristig sichere Plattform.
SAP S/4HANA basiert auf der HANA-Datenbanktechnologie und bietet deutlich verbesserte Möglichkeiten für die Verarbeitung und Auswertung von Daten. Dadurch können Prozesse effizienter gestaltet, Entscheidungen schneller getroffen und zukünftige Anforderungen flexibler umgesetzt werden. Für den AWM bildet das System damit eine zentrale Grundlage für die weitere Digitalisierung und die nachhaltige Weiterentwicklung der IT-Landschaft.
Projektziel und Vorgehen
Im Rahmen des Projekts wird das bestehende System SAP ERP 6 im sogenannten Brownfield-Ansatz auf SAP S/4HANA migriert. Dabei wird das vorhandene System technisch auf die neue Plattform überführt, während etablierte Prozesse zunächst weitgehend erhalten bleiben.
Die Migration ist zugleich der erste Schritt auf dem Weg zur umfassenden Transformation der Systemlandschaft des AWM. Sie schafft die Basis, um künftig weitere Optimierungen, Innovationen und digitale Lösungen effizient umzusetzen.
Container-Tracking
Im Rahmen des Projekts zur Containerverfolgung hat der AWM eine umfassende Markterkundung durchgeführt, um geeignete Sensor-Hardware sowie passende Applikationsanbieter zu identifizieren. Ziel ist es, künftig rund 1.000 Großcontainer mit GPS-Sensoren auszustatten. Diese Container sind auf den Wertstoffhöfen sowie im Containerdienst im Einsatz. Durch die Sensorik soll ihre Position künftig jederzeit digital nachvollzogen werden können.
Feldtest mit verschiedenen Sensorlösungen
Gemeinsam mit den Stadtwerken München (SWM) wurden die Vorbereitungen für einen Feldtest gestartet, bei dem GPS-Sensoren unterschiedlicher Hersteller unter realen Bedingungen erprobt werden. Die Sensoren senden regelmäßig Standortdaten über das Funknetz. Diese Daten werden anschließend auf einer von den SWM entwickelten Oberfläche visualisiert und ermöglichen eine präzise Standortbestimmung der Container.
Der Test dient dazu, wichtige Kriterien für den späteren Einsatz zu bewerten. Dazu zählen unter anderem die Zuverlässigkeit der Sensoren, die Batterielebensdauer, der Aufwand für den Batteriewechsel sowie die Genauigkeit der Standortmessung.
Nächste Schritte
Nach Abschluss des erfolgreichen Feldtests wird nun entschieden, welche Sensorlösung künftig eingesetzt wird. Gleichzeitig wird geprüft, welche Plattform und welche Funktechnologie sich am besten für den langfristigen Betrieb eignen. Hintergrund ist, dass die SWM ihr bisher genutztes LoRaWAN-Netz einstellen werden und daher eine alternative Infrastruktur benötigt wird.
