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Feuerwerkskörper

Entsorgung für Privathaushalte
Entsorgung für Gewerbe
Zusätzliche Informationen finden Sie weiter unten.

Feuerwerksartikel werden in Kategorien eingeteilt. 

Kategorie 1Kategorie 2
kleinere bengalische Feuer, Wunderkerzen, Knallbonbons, Knallerbsen, Tischfeuerwerke. Feuerwerksbatterien, Fontänen, Kombinationsfeuerwerk, Knallkörper,  Raketen.

Konstruktionsmaterialien für Feuerwerkskörper sind Papier, Karton, Holz, Kunststoff oder auch Metall. Sie enthalten neben inerten Materialien wie Ton und Tonerde je nach Artikel Treibladungen, Verzögerungs- und Ausstoßladungen, Effektfüllungen für Knall-, Pfeif- und Leuchteffekte sowie Bindemittel und Zusatzstoffe.

Problematische Inhaltsstoffe:

Gegebenenfalls zu entsorgende, funktionsfähige Feuerwerkskörper sind nicht wegen der Konzentrationen an chemischen Inhaltsstoffen, sondern wegen der möglichen Explosionsgefahr als gefährlicher Abfall eingestuft.

Vermeidungstipps:

Feuerwerkskörper sollten nur in den für das geplante Feuerwerk unbedingt notwendigen Mengen gekauft und dann möglichst auch abgebrannt werden, so dass sich die Frage einer Entsorgung gar nicht stellt. Kleinere Mengen können bis zum nächsten Silvester kühl und trocken sowie sicher vor einem nicht zulässigen Abbrennen durch Jugendliche und Kinder gelagert werden, am besten noch in der Originalverpackung.

Rechtliche Hintergründe

Pyrotechnische Gegenstände der Kategorien 1 und 2 dürfen nur verkauft und verwendet werden, wenn sie das CE-Zeichen, die Registriernummer und die von der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin vergebene Identifikationsnummer tragen. 

Feuerwerksartikel der Kategorie 1 können das ganze Jahr über verkauft und abgebrannt werden. Zum Kauf und Umgang berechtigt sind Personen ab 12 Jahren. 

Kategorie 2-Artikel werden im Handel kurz vor Silvester zum Verkauf angeboten. Sie dürfen von Personen über 18 Jahren erworben und vom 31. Dezember bis 1. Januar (Neujahrsnacht) abgebrannt werden (StMJV 2009). Eine Verwendung von Feuerwerksartikeln der Kategorie 2 außerhalb dieser Zeit bedarf einer Ausnahmegenehmigung durch die zuständige Gemeinde.

Explosionsgefährliche Feuerwerkskörper sind im Falle der Entsorgung als gefährlicher Abfall nach Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) eingestuft. Bei Abfällen, die wie beschrieben gewässert und über die Restmülltonne entsorgt wurden, handelt es sich um einen Anteil eines gemischten Siedlungsabfalls. 

Auch bei den nach dem Abbrennen zurückbleibenden Resten muss nicht von einem gefährlichen Abfall ausgegangen werden. Pyrotechnische Gegenstände sind keine schadstoffhaltigen Füllgüter nach § 3 Abs. 7 Verpackungsverordnung (VerpackV) in Verbindung mit § 4 Abs. 1 und § 3 Abs. 1 Satz 1, 2 und 5 Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV).

AVV-Abfallschlüssel

16 04 02  Feuerwerkskörperabfälle
20 03 01  gemischte Siedlungsabfälle

 SeitenanfangRestmülltonne für Privathaushalte

Reste nach Abbrand

Die nach Abbrennen von Feuerwerksartikeln verbliebenen Reste dürfen in die Restmülltonne gegeben werden.

Funktionstüchtige Feuerwerkskörper (kleine Mengen)

Sollte die Entsorgung kleinerer Mengen Feuerwerkskörper der Kategorien 1 und 2 unumgänglich sein, sind die Führungsstangen an Feuerwerkskörpern zu entfernen und in einer der stabilen Plastiktüte zu wässern, mit einem Überschuss Wasser. Nach einigen Stunden Wässerung kann die Tüte verknotet (Wasser nicht abgießen, nur Luft rausdrücken) und in die gerade in Gebrauch befindliche Restmülltüte gegeben werden. Auch die Restmülltüte sollte nach Verfüllung verknotet werden. Dadurch ist gesichert, dass die Feuerwerkskörper feucht und fest verpackt ihre Funktionsfähigkeit nicht wieder erlangen.

 SeitenanfangAnlagen mit Überlassungspflicht für Gewerbe

Entsorgung größerer bzw. gewerblicher Mengen

Größere Mengen nicht verkaufter pyrotechnischer Artikel können, sofern sie nicht gelagert werden, an den Hersteller zurückgegeben bzw. Spezialfirmen übergeben werden, die die Entsorgung in Übereinstimmung mit den rechtlichen Anforderungen vornehmen. Dabei sind die speziellen Versand- und Transportvorschriften des Gefahrgutrechts zu beachten.Vom Gewerbe nicht verkaufte Originalware kann innerhalb der Handelskette zurückgegeben und gelagert werden.

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