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Dämmmaterial

Abfallgruppe: Bauabfälle

Wärmedämmstoffe: Alle Baustoffe, die dafür eingesetzt werden, den Wärmedurchgang durch die Außenhülle eines Gebäudes zu vermindern. Die verschiedenen Materialien haben ein großes Volumen bei geringem Gewicht, infolge der vielen eingeschlossenen Hohlräume. Die in den Hohlräumen verbleibende Luft bewirkt die geringe Wärmeleitfähigkeit des Baustoffes.
Wärmedämmstoffe können infolge von Faserabgaben und/oder Ausdünstungen gesundheitliche Gefahren verursachen.

Siehe auch unter Mineralfasern.

1. Künstliche organische Dämmstoffe (Polystyrol, Polyurethanhartschaumplatten und Polyurethanschäume)
Styropor.
Isolierschaum.

2. Künstliche mineralische Wärmedämmstoffe
Mineralfasern
Schaumglas: siehe unter Bauschutt.

3. Natürliche organische Dämmstoffe (Cellulosedämmstoffe, Kork, Kokosfasern, Stroh, Schilfrohr)
Kork
Isofloc (Altpapierflocken): Restmüll.
Schafwolle: Restmüll oder, falls unbehandelt, kann Schafwolle kompostiert werden.

4. Natürliche mineralische Dämmstoffe (Blähton, Perlite, Vermiculite)
Bauschutt
Fugendichtung

5. HBCD-haltige Abfälle/Polystyrol-Bauabfälle/Dämmplatten

NEU: Seit 01.08.2017 gilt die neue POP-Abfall-Überwachungs-Verordnung (Persistent Organic Pullutants). Diese sieht vor, dass POP-Abfälle, wie z.B. HBCD-haltige Abfälle zwar nicht gefährlich, jedoch als überwachungsbedürftig anzusehen sind.

Dämmstoffabfälle aus Polystyrolmaterial enthalten in erheblicher Konzentration das Flammschutzmittel HBCD (Hexabromcyclododecan). Seit 30.09.2016 wurden diese Abfälle zunächst als gefährlich eingestuft, jedoch wurde diese Einstufung für ein Jahr, bis einschl. 31.12.2017, ausgesetzt. Für  HBCD gilt ein weitgehendes Handlungs- und Verwendungsverbot. Es darf daher nur noch in Sonderabfall- und Hausmüllverbrennungsanlagen, die über eine entsprechende Zulassung verfügen, verbrannt werden. Für HBCD (Abfallschlüssel 170603*) ist ein Entsorgungsnachweisverfahren durchzuführen. Abfallerzeuger- und -besitzer haben die Verpflichtung diese gefährlichen Abfälle auf den Baustellen getrennt zu sammeln.

Weitere Informationen zu dieser Thematik finden Sie auf der folgenden Internetseite des Umweltbundesamts.

Vermeidungstipps:

60% der im Hochbau eingesetzten Dämmstoffe bestehen aus Glas oder Steinwolle. Diese Werkstoffe sind oft sehr biobeständig, d.h. im Organismus nicht abbaubar. Das führt zu krebserregenden Eigenschaften bestimmter Faserstäube.

Wärmedämmstoffe aus Altglas sind jetzt vom Bundesumweltministerium mit dem “Blauen Engel” ausgezeichnet worden. Sie sind gesundheitlich unbedenklich, da ihre Fasern eine geringe Biobeständigkeit aufweisen. Gleichzeitig sind sie den herkömmlichen Produkten gegenüber technisch und physikalisch gleichwertig (Wärmedämmeigenschaften, Haltbarkeit).

 SeitenanfangWertstoffhof für Privathaushalte

Privathaushalte können gemischte HBCDD-haltige PS-Dämmstoffe gebührenfrei bis maximal 100 Liter an allen Wertstoffhöfen anliefern. Auf unserer Internetseite unter Gewerbe/Behörden finden Gewerbebetriebe alle wichtigen Informationen zum Thema Abfallentsorgung.

 SeitenanfangWertstoffhof plus für Privathaushalte

Münchner Privathaushalte können HBCDD-haltige Dämmstoffe in Mengen ab 100 Liter bis maximal 2000 Liter am Wertstoffhof plus anliefern. Die Gebühr ab 110 Liter Anliefermenge beträgt pauschal 100 Euro.

 SeitenanfangHeizkraftwerk für Gewerbliche Kleinanlieferer

HBCDD-haltige Dämmstoffe mit einem Volumenanteil bis maximal 25% im Baumischabfall können von gewerblichen Kleinanlieferern (München und Landkreis)  am Heizkraftwerk München Nord angeliefert werden. Mengenbegrenzung liegt bei 2 Tonnen gefährliche Abfälle pro Jahr. Bitte folgende Informationen und Anlieferbedingungen beachten.

Monoanlieferungen von HBCDD-haltigen oder HBCDD-freien Dämmstoffen sind generell nicht zulässig.

 SeitenanfangHeizkraftwerk für Gewerbe

Für Großanlieferer ist die Annahme von HBCDD-haltigen sowie von HBCDD-freien Kunststoff Dämmstoffen am Heizkraftwerk Nord unter folgenden Bedingungen möglich:

Bauabfallgemische mit max. 25 Volumen-% Anteil an Polystyroldämmstoffen (HBCD-haltig sowie HBCD-frei) werden im Rahmen bestehender Verträge zur energetischen Verwertung angenommen. Die Einhaltung dieses Volumenanteils wird bei der Anlieferung am Heizkraftwerk Nord streng kontrolliert.

Monoanlieferungen von HBCDD-haltigen oder HBCDD-freien Dämmstoffen sind generell nicht zulässig.

Bitte folgende Informationen und Anlieferbedingungen beachten.

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