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Dacheindeckungen

Abfallgruppe: Bauabfälle, Gefährliche Abfälle, Restmüll, sonstige Wertstoffe

Der Entsorgungsweg der Abfälle richtet sich nach der Materialart. Hier finden Sie eine Übersicht über die am häufigsten verwendeten Materialien.

1. Holz:
Dachbalken, Dachlatten, Bodendielen, Verschalungsholz, Sperrholzplatten sind meistens mit Imprägniermitteln (Holzschutzmittel, Fungizide) behandelt. Bis zu 2 Kubikmeter können Sie am Wertstoffhof anliefern. Größere Mengen an behandeltem oder unbehandeltem Holz müssen Sie zum Holzverwerter bringen. Siehe auch Altholz, gefährlicher Abfall und Altholz, ungefährlicher Abfall.

2. Inertes Material (Beton, Mauerwerk, Ziegel):
Bis zu 0,1 m³ können Sie zum Wertstoffhof in den Bauschuttcontainer bringen. Siehe auch Bauschutt.
Die Firma Braas Dachsysteme GmbH bietet einen Rücknahmeservice für gebrauchte Dachsteine aus Ton und Beton an. Abgabe kostenlos für Privatleute, Dachdecker und Händler im Werk in Mainburg. Telefon 08751 770, Fax: 08751 77149
Größere Mengen müssen Sie zum Bauschutt‑Entsorger bringen. Siehe Sortier- und Verwertungsbetriebe.

3. Abdichtmaterial:
Informationen zum Entsorgen von Dachpappe finden Sie unter dem Stichwort Asphalt, Bitumen, Teer. Schnipsel oder Fetzen in kleineren Mengen können Sie in den Restmüll und in graue AWM Müllsäcke geben. Größere Mengen müssen zum Heizkraftwerk Nord gebracht werden.

Kunststoffbahnen entsorgen und verwerten Kunststoff‑Recyclingfirmen. Adressen finden Sie unter Sortier- und Verwertungsbetriebe.

4. Dämmmaterial:
Informationen finden Sie unter dem Stichwort Dämmmaterial.

5. Dachplatten:

  • Ziegel können Sie zum Wertstoffhof in den Bauschuttcontainer geben. Bitte beachten Sie die Anlieferbedingungen für Bauschutt. Größere Mengen müssen Sie zum Bauschutt‑Entsorger bringen Adressen finden Sie unter Sortier- und Verwertungsbetriebe
  • Für Asbestzementplatten gelten besondere Regelungen. Informationen finden Sie unter Mineralfasern, künstliche und Asbest
  • Metalldächer (Kupfer, Aluminium) können Sie in kleinen Mengen (bis 0,1 Kubikmeter) zu den Wertstoffhöfen in die Schrottcontainer bringen. Größere  Mengen nehmen Schrotthändler an, siehe Sortier- und Verwertungsbetriebe
  • Dächer aus asbestfreiem Wellblechplatten können am Wertstoffhof abgegeben werden, sofern ein Herstellernachweis vorgezeigt wird
  • Schieferplatten in kleinen Mengen (bis 0,1 Kubikmeter) können Sie zum Wertstoffhof bringen, größere Mengen nehmen Bauschutt‑Entsorger an, siehe Sortier- und Verwertungsbetriebe

6. Spenglerinstallationen:
Dachrinnen und Abläufe aus Metallen können Sie in kleinen Mengen (bis 0,1 Kubikmeter) zum Wertstoffhof bringen. Größere Mengen nehmen Schrotthändler an, siehe Sortier- und Verwertungsbetriebe.

Für Dachrinnen aus Asbestzement gelten besondere Regelungen. Informationen finden Sie unter Mineralfasern, künstliche und Asbest.

Problematische Inhaltsstoffe:

Holzschutzmittel: Da bei Renovierungs- oder Abrißarbeiten meistens nicht bestimmt werden kann, ob Holzteile mit Chemikalien behandelt wurden oder nicht, sind alle Holzteile als behandelt einzustufen. Siehe unter Altholz, gefährlicher Abfall.

Asbest in Asbestzementprodukten: Siehe unter Mineralfasern und  Asbest.

Rechtliche Hintergründe:
Die genauen Entsorgungspflichten, Trenn‑ und Verwertungspflichten sind in der Satzung über die Entsorgung von Gewerbe‑ und Baustellenabfällen (PDF-Datei) in der Landeshauptstadt München festgelegt.

Baustellenabfälle müssen in folgende zehn Fraktionen getrennt werden:

  • Verwertbarer Bauschutt
  • Problemstoffe
  • Papier/Pappe/Kartonagen
  • Holz
  • Metalle
  • Kunststoffe
  • Glas
  • Organische Abfälle
  • Verpackungsmaterialien
  • Restmüll

Die Baustellenbetreiber müssen sich um die Entsorgung der Abfälle bzw. die Verwertung der Wertstoffe selber kümmern, da der Abfallwirtschaftbetrieb München nur für die Entsorgung von Hausmüll zuständig ist.
Listen mit Verwerterbetrieben und Bauschutt‑Entsorgern sowie weitere Informationen zum Thema Baustellenabfälle können Sie auf unseren Internetseiten herunterladen.

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