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Die Raupen des Kleinschmetterlings können durch Kahlfraß große Schäden an Buchsbäumen verursachen. In Deutschland ist er erstmals 2006 gefunden worden. Seine Flügel haben eine Spannweite von etwa 40 bis 45 mm. Sie sind weiß gefärbt und mit einem braunen Rand. Es gibt auch gänzlich braun gefärbte Exemplare mit weißen Flecken. Der Falter selbst lebt nur wenige Tage, legt jedoch seine Eier auf dem Buchsbaum ab.

Die Raupen werden bis zu 5 cm lang und haben weiße Borsten und einen schwarzen Kopf. Der Körper ist gelbgrün mit schwarz/weißen Streifen und Punkten. Die Raupen können einen Buchsbaum bis zum Absterben schädigen. Sie fressen neben den Blättern auch die grüne Rinde der Triebe bis auf das Holz ab. Die befallenen Pflanzen sind mit Gespinsten überzogen. 

Von der Kompostierung im eigenen Garten und vom Häckseln wird dringend abgeraten, damit die Ausbreitung des Schädlings verhindert wird. Daher bitte befallene Pflanzen keinesfalls in die Biotonne geben.

Wie kann man den Befall bekämpfen:

Eine regelmäßige Kontrolle der Buchsbäume wird von März bis Oktober zur frühzeitigen Befallserkennung empfohlen. Auch Pheromonfallen, die mit Duftstoffen die männlichen Falter anlocken und in der Falle kleben bleiben, eignen sich.

Zur Bekämpfung der Raupen, die an den Gehölzen überwintert haben und erneut zu fressen beginnen, können in der zweiten Hälfte vom April biologische Spritzmittel* angewendet werden. Eine zweite Spritzung sollte in der ersten Juli-Hälfte erfolgen, um die erste Generation der Nachkommen zu treffen. Man sollte jedoch erst spritzen, sobald man die Raupen an den Blättern fressen sieht. Früher stecken die Tiere noch in ihrem Winterkokon aus zusammengesponnenen Blättern und das Mittel kann sie nicht erreichen. Es ist darauf zu achten, dass auch das Blattwerk im Inneren des Buchsbaums erreicht wird.

Hilfreich ist auch ein früher Schnitt der Buchsbäume sowie das Absammeln der Larven im April. Ein weiter Schnitt im September, um die Nachkömmlinge zu entfernen, die wieder überwintern werden. Auch das Abbrausen mit einem starken Wasserstrahl ist empfehlenswert.

*Die Experten des Technologiezentrums Augustenberg raten zu Mitteln auf Basis der Sporen des Bakteriums Bacillus thuringiensis subsp. kurstaki. Es wirke ausschließlich gegen Schmetterlingsraupen, die die Sporen fressen, und gelte daher als unbedenklich für andere Insekten wie Marienkäfer aber auch Haustiere.

Hier finden Sie weitere Informationen. Siehe auch Pflanzenschädlinge.

Informationen erteilt hierzu erteilt auch die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft LFL. Kontaktdaten siehe unten:

 SeitenanfangRestmülltonne Privathaushalte für Privathaushalte

Kleine Mengen können in die Restmülltonne gegeben werden. Bitte das befallene Material (Grüngut, auch Wurzeln und anhaftende Erde) vorher in reißfeste Säcke gut einpacken. So werden die befallenen Pflanzen verbrannt und eine weitere Ausbreitung der Schädlinge verhindert. Zusätzliche Säcke neben der Restmülltonne werden von der Müllabfuhr mitgenommen, sind aber gebührenpflichtig und werden pro 70 Liter Sack mit 6,00 Euro berechnet.

 SeitenanfangWertstoffhof für Privathaushalte

Die Münchner Wertstoffhöfe nehmen Strauch- und Baumschnitt von befallenen Buchsbäumen nur an, wenn dieser in Säcke verpackt ist. Bis zu 1 Kubikmeter pro Tag und Anlieferung ist kostenlos und die Anlieferung ist an allen Wertstoffhöfen möglich. Bitte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wertstoffhöfe vorab bei der Anlieferung informieren, damit die befallenen Pflanzenteile im richtigen Container entsorgt werden. Pro Tag ist nur eine Anlieferung möglich.

 SeitenanfangWertstoffhof plus für Privathaushalte

Mengen bis zu 3 Kubikmeter können gegen Gebühr an einem der beiden Wertstoffhöfe plus abgegeben werden (in München Freimann in der Lindberghstraße 8a, in München Langwied in der Mühlangerstraße 100). Bitte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wertstoffhöfe vorab bei der Anlieferung informieren, damit die befallenen Pflanzenteile im richtigen Container entsorgt werden. Eine Tonne kostet 69,02 Euro. Bei Mengen unter 200 Kilo werden pauschal 10,00 Euro berechnet. Pro Tag ist nur eine Anlieferung möglich.

 SeitenanfangHeizkraftwerk für Gewerbe

Große Mengen z. B. von ganzen Hecken können gegen Gebühr mit einer Anliefergenehmigung am Heizkraftwerk Nord angeliefert werden. Bitte das Material in reißfeste Säcke verpacken. Pro Gewichtstonne werden hierbei 120,85 € berechnet. Bei Mengen unter 200 Kilo fallen pauschal 18 € an.

Tel. 08161 71-5199
Fax. 08161 71-5809
E-Mail: poststelle@LfL.bayern.de
Internet: www.lfl.bayern.de

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