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Autoteile

Abfallgruppe: KFZ Kraftfahrzeuge, sonstige Wertstoffe
Entsorgung für Privathaushalte

Jedes Fahrzeug verbirgt unter der Karosserie schadstoffhaltige Flüssigkeiten und Öle wie Kühlerflüssigkeit, Bremsflüssigkeit, Altöl und Batteriesäuren. Eine sachgerechte Entsorgung ist deshalb unbedingt notwendig. Adressen von Entsorgungsfirmen finden Sie im Branchentelefonbuch unter Autoverwertung, Autorecycling oder Schrott.

Als Altfahrzeug gelten Fahrzeuge, die nach § 3 Abs. 1 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes als Abfall anzusehen sind. Das ist in der Regel der Fall, wenn ein Kraftfahrzeug auf Grund seines technischen Zustandes endgültig nicht mehr bestimmungsgemäß genutzt werden kann.

Problematische Inhaltsstoffe:

Überwiegend Metallteile, aber auch Kunststoffteile sind teilweise mit problematischen Substanzen behaftet.

Altöl, Getriebeöl, Kraftstoffe, Batteriesäuren, Brems-  und Kühlflüssigkeiten, Schwermetalle, Flammschutzmittel in Kunststoffen, PVC, Hartschäume (PU Schäume).

Vermeidungstipps:
  • Immer mehr deutsche Autohersteller bieten Automodelle an, für die sie eine Recyclinggarantie abgeben.
  • Car Sharing als umweltfreundliche Alternative zum eigenen Auto.

Rechtliche Hintergründe:
1. Autoteile sind von der städtischen Abfallbeseitigung ausgeschlossen. Sie werden nicht von den Münchner Wertstoffhöfen oder von der Münchner Sperrmüllabholung angenommen. Sie dürfen nicht als Restmüll entsorgt werden, § 3 Abs. 1 Nr. 5 der Allgemeinen Abfallsatzung der LH München.

2. Seit dem 01.04.1998 gilt die Altautoverordnung für Personenkraftwagen bis zu acht Sitzplätzen, für Nutzfahrzeuge mit einem Höchstgewicht bis zu 3,5 t sowie dreirädrige Kraftfahrzeuge. Ausgenommen sind dreirädrige Krafträder. 

Ein Verwertungsnachweis ist bei der Abmeldung des Fahrzeugs der Kfz-Zulassungsstelle vorzulegen. Er dokumentiert die Überlassung des Altfahrzeugs an einen zertifizierten Demontagebetrieb bzw. an eine anerkannte Annahme- oder Rücknahmestelle. Überläßt ein Kfz-Halter sein Altfahrzeug nicht einem autorisierten Betrieb zur Verwertung, handelt er ordnungswidrig. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einem Bußgeld in erheblicher Höhe geahndet werden (bis zu 50.000 Euro).

3. Kraftfahrzeuge mit ungültigem oder fehlendem Kfz-Kennzeichen dürfen nicht auf öffentlichem Straßengrund abgestellt werden. Die Polizei klebt auf solche Fahrzeuge einen "Roten Punkt". Dieser ist die  Aufforderung an die Fahrzeugbesitzer, ihr Auto sofort von der öffentlichen Fläche zu entfernen.

Die Polizei meldet die Fahrzeuge dem Baureferat, das ein Abschleppunternehmen beauftragt. Gleichzeitig wird versucht, den Eigentümer des ordnungswidrig abgestellten Schrottautos zu ermitteln, der dann ein Bußgeldverfahren wegen unberechtigtem Abstellen eines Fahrzeuges auf öffentlichem Grund zu erwarten hat. Hinzu kommen die Kosten für Abschleppen und Entsorgung. Geht von einem Autowrack eine Gefahr für die Umwelt (z.B. auslaufendes Motoröl) oder für Passanten (z.B. Verletzungsgefahr) aus, können sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr derartige Fahrzeuge zur Gefahrenabwehr sofort beseitigen.

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