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Aktuelles von der Müllabfuhr

Biotonne: Bitte kein Plastik oder Plastiktüten einwerfen!

Aus den gesammelten Bioabfällen im Stadtgebiet werden u. a. hochwertiger Kompost und Blumenerde, die es an vielen Wertstoffhöfen zu kaufen gibt. Leider ist die Menge an Plastik und Plastiktüten im Bioabfall in letzter Zeit gestiegen. Damit die hohe Kompostqualität erhalten bleibt bittet der AWM alle Bürgerinnen und Bürger keine Plastiktüten, auch keine sogenannten „kompostierbaren Bio-/Plastikbeutel“, in die braune Tonne zu werfen.

Hoher Plastikanteil im gesammelten Bioabfall

Die Plastiktüten bitte nach der Sammlung des Bioabfalls in der Restmülltonne entsorgen. Es eignen sich auch unbeschichtete Papierbeutel zur Sammlung oder ein wenig Zeitungspapier/Küchenkrepp verwenden.

„Kompostierbare Bio-/Plastikbeutel“ brauchen viel zu lange zum Verroten in unseren Anlagen und müssen daher wie normale Palstiktüten mühsam ausgesiebt werden.

Neue Kampagne: "Plastik raus aus der Biotonne!"

Der AWM startet eine stadtweite Kampagne mit dem Slogan "Plastik raus aus der Biotonne!". Die Münchnerinnen und Münchner werden über die Medien darüber aufgeklärt, dass Plastik jeglicher Art nicht in die Biotonne gehört. "Mit gezielten Informationen wollen wir ein stärkeres Müllbewusstsein schaffen und die Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe animieren", so Kristina Frank, Kommunalreferentin und Erste Werkleiterin des AWM. "Die Faustregel lautet: Wo 'Bio' drauf steht, darf auch nur 'Bio' rein. Plastik verrottet nicht und hat deswegen in der Biotonne nichts zu suchen."

Problem: Plastik und "Bio-Plastik" haben im Bioabfall zugenommen

Bisher war der Kompost aus Münchner Bioabfällen von so guter Qualität, dass er von der Bundesgütegemeinschaft Kompost e. V. (BGK) für den Biolandbau zertifiziert ist. Dieses Gütesiegel steht nun auf dem Spiel, da leider immer mehr Plastiktüten sowie Beutel aus biologisch abbaubaren Kunststoffen in der Biotonne landen. Dies ergibt sich aus regelmäßigen Analysen der Kompostqualität, die zweimal im Monat von der BGK durchgeführt werden. Der AWM hat den Grenzwert des zulässigen Störstoffanteils in den letzten Jahren bereits überschritten und wurde daraufhin gerügt. Gleichzeitig wurden die Grenzwerte von der BGK verschärft. Sollte sich die Qualität des Kompostes nicht wieder verbessern, besteht die Gefahr, das Zertifikat zu verlieren und damit keinen Absatz für die Erdenprodukte mehr zu haben. Mit diesem Problem sind übrigens auch andere Anlagenbetreiber in Deutschland konfrontiert.

"Was viele nicht wissen: Die im Supermarkt als biologisch abbaubar angepriesenen, meist grünen Abfallsäckchen zersetzen sich in unserer Anlage nicht schnell genug. Beim Verarbeiten werden sie zerhäckselt und die kleinen Plastikteilchen verunreinigen den Kompost erheblich", klärt Frank auf.

Tüten aus biologisch abbaubaren Kunststoffen können in der städtischen Behandlungsanlage nicht vollständig abgebaut werden - dafür ist die Rottezeit von rund 12 Wochen zu kurz. Die Tüten werden beim Absieben der Gärreste nach der Rotte in kleine Teilchen zerhäckselt, verschmutzen den fertigen Kompost und senken damit die Qualität der Münchner Erden.

Wir brauchen die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger!
"Die Kreislaufwirtschaft beginnt in den Haushalten bei der richtigen Mülltrennung und geht weiter bei der Verarbeitung der Wertstoffe. Dabei ist die Reinheit und Qualität des Bioabfalls die Voraussetzung für hochwertigen Kompost und Erden. Deshalb funktioniert die Kreislaufwirtschaft nur Hand in Hand gemeinsam mit den Münchnerinnen und Münchnern", so Frank. Der AWM ruft die Münchnerinnen und Münchner deshalb dazu auf, beim Entsorgen der Bioabfälle auf alternative Sammelbehältnisse zurückzugreifen, weder Tüten aus Plastik noch aus biologisch abbaubaren Kunststoffen zu verwenden und generell keinen Restmüll oder andere Abfälle in der Biotonne zu entsorgen.
Stattdessen empfiehlt der AWM für eine saubere, getrennte Sammlung der Bioabfälle in Haushalten, die Bioabfälle im handlichen Bio-Eimer zu sammeln. Der AWM verteilt kostenlos kleine Eimer in den Farben mint, grün und braun: "Die kleinen Bio-Eimer sind praktisch, schick und passen in jede Küche", findet Frank. "Einfach den Eimer mit altem Zeitungspapier oder Küchenkrepp auslegen oder einen unbeschichteten Papierbeutel verwenden und zum Entleeren in die Biotonne kippen.“ Unbeschichtete Papierbeutel und -tüten sind beispielsweise in Super- und Drogeriemärkten erhältlich.

>>> Alle Informationen zur Bioabfallkampagne

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