Erfolge des AWM beim Klimaschutz

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München AWM hatte das bifa Umweltinstitut Augsburg im Jahr 2007 mit einer Untersuchung der Klimaeffekte in der kommunalen Abfallentsorgung der Stadt München im Zeitraum von 1997 bis 2006 beauftragt. Eindrucksvoll zeigt die Studie die positiven Klimaeffekte der Münchner Abfallwirtschaft, die in erster Linie durch moderne Müllverbrennung und das Vermeiden von Deponierung erzielt wurden.
Erfolge des Abfallwirtschaftsbetriebes beim Klimaschutz (pdf-Datei, 2,1 MB)
Klimaschutz - das herausragende Umweltthema der Zukunft
Es gilt, alle Anstrengungen zu unternehmen, um den weiteren Anstieg der Klimaerwärmung zu verhindern und die Auswirkungen soweit wie möglich abzumildern. Ein wichtige Ziel ist es hierbei, die Emissionen von Treibhausgasen wie CO2, Methan, chlorierten Kohlenwasserstoffen zu reduzieren.
Die vorliegende Studie stellt eine ausführliche Ökobilanz über die CO2-Emissionen der Münchner Abfallwirtschaft dar. Die Untersuchung basiert auf einem Stoffstrommodell, das vom bifa Institut Augsburg bereits für eine bayernweite Klimastudie entwickelt wurde. Das Modell umfasst
alle Prozessschritte der relevanten Entsorgungswege. Dazu gehören: die Erfassung in Hol- und Bringsystemen, die Sortierung, die Aufbereitung, die Beseitigung und die Verwertung der Abfälle.
Untersucht werden auch alle mit den Prozessen verbundenen Stoff- und Energieflüsse, angefangen bei der Gewinnung und Aufbereitung von Rohstoffen bis hin zur Beseitigung von Betriebsmitteln und der Entsorgung von Reststoffen. Nicht berücksichtigt werden die Emissionen bei
den Herstellungsprozessen der Produkte die später zu Abfall wurden und der Bau und der Unterhalt von Gebäuden, Anlagen und Transportmitteln, da sie im Vergleich zum eigentlichen abfallwirtschaftlichen Geschehen vernachlässigbar sind.
Berechnungsgrundlagen für den Treibhauseffekt
Der Treibhauseffekt steht für die negative Umweltwirkung durch die Erwärmung der Erdatmosphäre. Der bisher in vielen Ökobilanzen angewandte Indikator ist das Strahlungspotenzial. Es wird in CO2-Äquivalenten angegeben.
Treibhauspotenziale verschiedener klimaschädlicher Gase
Parameter | Treibhauspotenzial (in kg CO2-Äquivalente/kg) |
Kohlendioxid CO2 | 1 |
Methan CH4 | 23 |
Distickstoffmonoxid N2O | 296 |
Bei der Berechnung von CO2-Äquivalenten wird die Verweilzeit der Gase in der Troposphäre berücksichtigt. Das Umweltbundesamt empfiehlt die Anwendung einer 100-Jahre-Basis, da diese am ehesten die langfristigen Auswirkungen des Treibhauseffektes widerspiegelt. Sie wurde in der
bifa-Studie verwendet. Daneben wurden auch indirekte Effekte berücksichtigt, zum Beispiel der Abbau von Methan zu Kohlendioxid in der Atmosphäre.
Ökobilanz der Münchner Abfallwirtschaft
Die Klimabelastungen durch die Abfallwirtschaft mit CO2-Äquivalenten stammt in erster Linie aus der Entsorgung des Restmülls. Treibhausgase entstehen darüber hinaus zudem bei der Erfassung und Verwertung der Abfall- und Wertstoffe. Für die Ökobilanz sind andererseits auch Klima- Gutschriften von Bedeutung. Die bifa-Studie weist hierzu die produzierten Energiemengen in Form von Strom und Wärme aus, die aus einem Teil der untersuchten Entsorgungswege hervorgehen. Diese gewonnenen Energien ersetzen die entsprechenden Mengen an Primärrohstoffen. Durch die Müllverbrennung und das Wertstoffrecycling werden also negative klimarelevante Umweltauswirkungen vermieden, die mit der konventionellen Herstellung von Strom und Wärmeenergie verbunden wären. Diese positiven Umweltauswirkungen der Abfallwirtschaft kommen in der Ökobilanz der betrachteten Entsorgungssysteme als Gutschriften zum Ausdruck.
Die Ergebnisse der jetzt vorliegenden Ökobilanz zeigen, dass die kommunale Abfallwirtschaft in München in erheblichem Maße zur Entlastung der Umwelt von treibhauswirksamen Gasen beiträgt. Die Klimagutschriften kompensieren die klimabelastenden Auswirkungen nicht nur, sondern übersteigen sie sogar bei weitem.
Der ökologische Ansatz des Münchner Abfallwirtschaftskonzeptes mit den Maximen „Abfälle vermeiden und verwerten“ und „Thermische Verwertung statt Deponierung“ hat sich somit nicht nur aus abfallwirtschaftlicher Sicht, sondern auch im Sinne des Klimaschutzes bewährt. Mit dem Ausbau der stofflichen Verwertungsmöglichkeiten und den Investitionen in modernste und umweltfreundliche Müllverbrennungstechnologien geht München einen vorbildlichen Weg. Der Abfallwirtschaftsbetrieb wird auch in Zukunft in innovative Entsorgungs- und Verwertungstechnologien investieren und dabei die Maßnahmen zum Klimaschutz weiter ausbauen.
Infomaterial
Die Broschüre "Erfolge des Abfallwirtschaftsbetriebs München beim Klimaschutz" (PDF-Datei, 2,1 MB) und den Pressetext (PDF-Datei, 183 kb) zum Thema können Sie hier herunterladen. Die Broschüre können Sie auch bestellen.











