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Ramadama

Ramadama-Aktionen sind freiwillige Abfallsammelaktionen in Münchens Wäldern, Wiesen und Flussauen. 
Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) unterstützt Vereine, Bürgerinitiativen, Schulen und Bezirksausschüsse auf Anfrage bei der Durchführung. Derzeit fördert der AWM stadtweit etwa 25 Ramadama Aktionen im Jahr.

SeitenanfangSeitenanfangZeitraum

Traditionell finden die Ramadama-Aktionen nach der Schneeschmelze sowie in den Herbstmonaten statt. Aus Gründen des Naturschutzes dürfen vom 15.3. bis 30.9. keine Aufräum-Aktionen durchgeführt werden.

SeitenanfangSeitenanfangOrganisation von Aktionen

Wer kann mitmachen und was müssen Sie tun:

  1. Auswahl und Meldung einer geeigneten Grünfläche (überwiegend städtischer Grund, kein Staatswald, kein Privatgrund, keine verkehrsgefährlichen Flächenabschnitte) an den AWM. Dieser prüft mit dem Baureferat, ob die Fläche geeignet ist.
  2. Die Anmeldung muss mindestens 4 Wochen vor der geplanten Aktion stattfinden.
  3. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.
  4. Mitmachen können nur Gruppen (Vereine, Schulklassen, Bezirksausschüsse) mit mindestens 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Kleinere Aktionen unterstützt das Baureferat (siehe unten „Kleinere Aufräumaktionen“).
  5. Die Initiatoren müssen die Aktion (Teilnehmerauswahl, Terminbekanntgabe, etc.) selbst organisieren.

Der AWM unterstützt Aufräumaktionen ab 20 Teilnehmer:

  • Der AWM stellt Arbeitshandschuhe und Abfallsäcke zur Verfügung.
  • Abfallcontainer werden an einem dafür geeigneten Platz während der Aktion aufgestellt. Die eingesammelten Abfälle transportiert der AWM wieder ab.
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen Brotzeitzuschuss.
  • Der AWM kümmert sich um notwendige Genehmigungen.

Kleinere Aufräumaktionen:

Kleinere Aufräumaktionen unter 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden auf Anfrage vom Baureferat, Hauptabteilung Gartenbau unterstützt. Das Baureferat prüft die vorgeschlagenen Flächen und stellt Abfallsäcke bereit. Die Freiwilligen füllen diese Säcke und stellen sie an vereinbarten Orten ab, wo das Baureferat sie wieder abholt. Eine darüber hinaus gehende Unterstützung mit Personal und Fahrzeugen ist in Ausnahmefällen möglich.

Kontakt:
Baureferat, Hauptabteilung Gartenbau
Friedenstraße 40
81660 München

Alle Informationen zum Ramadama als pdf-Datei (220 KB) zum ausdrucken.

SeitenanfangSeitenanfangRichtiges Abfalltrennen beim Ramadama

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München hat für das Ramadama ein eigenes Abfalltrennkonzept
erarbeitet, das folgendermaßen funktioniert:

  • Kleinteiliger Restmüll wird in Säcken gesammelt. Die vollen Säcke werden entweder zu Fuß oder per Transportfahrzeug (gestellt vom Baureferat) zu den Sammelcontainern gebracht.
  • Problemabfälle wie Autobatterien, Spraydosen, Ölkanister werden neben den Containern gesammelt und dann zu den Problemstoff-Annahmestellen der Wertstoffhöfe transportiert. Bei Anzeichen von Gefahr sind die Helfer angewiesen, den Sondermüll liegen zu lassen und den Fundort in einen Plan einzutragen. Das Fachpersonal des Abfallwirtschaftsbetriebes oder die Feuerwehr kümmern sich dann um die Entsorgung.
  • Ältere Eternitplatten sind asbesthaltig. Sie werden vom Abfallwirtschaftsbetrieb München extra entsorgt.

SeitenanfangSeitenanfangUrsprung des Ramadama

Das Ramadama ist untrennbar mit dem Namen Thomas Wimmer, dem Münchner Oberbürgermeister der Nachkriegszeit verbunden.
Der Wimmer Dammerl, wie die Münchner ihren damaligen OB liebevoll nannten, ist der Urvater des Ramadama. Ramadama ist bayrisch und heißt zu Hochdeutsch „räumen tun wir“. Das war die Parole für die große Trümmer-Räum-Aktion im Jahr 1949, also in der Münchner Nachkriegszeit, als die Stadt buchstäblich in Schutt und Asche lag.
Thomas Wimmer hat es verstanden, die gesamte Münchner Bevölkerung für das Ramadama zu motivieren. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Stadt München beim Wiederaufbau im Kern ihr gewachsenes Bild weitgehend bewahrt hat.
Nach mehr als 50 Jahren profitieren wir also heute noch von dieser Umsichtigkeit, nicht zuletzt auch in den Münchner Isarauen, die ebenfalls als wichtiges Freizeit und Erholungsgebiet für uns Großstädter erhalten geblieben sind.
Der Begriff Ramadama wurde später auf alle möglichen Räum- und Reinigungsaktionen in München übertragen, insbesondere für die Müllbeseitigungsaktionen in Auen und Fluren entlang der Isar. Auch hier hat das Ramadama bereits eine längere Tradition. Die Initiative ging Ende der 70er Jahre vom Münchner Isarfischer-Verein aus. Mit seinen rund 1100 Mitgliedern ist er auch heute noch die tragende Säule für die Aktion.

Abfallwirtschaftsbetrieb München - Ramadama

Tel. 089 233-31230

Fax 089 233-31255

ramadama.awm@muenchen.de

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