Biotonne
Die Biotonne dient der haushaltsnahen Sammlung von Bioabfällen, wie unbehandelte pflanzliche Küchenabfälle (z.B. Gemüse-, Obst- und Blumenabfall) sowie haushaltsübliche Mengen von Gartenabfällen (z.B. Laub, Gras, Unkraut, Baum- und Strauchschnitt). Seit Juli 1999 wird die Biotonne im gesamten Stadtgebiet aufgestellt.
In München gibt es die 120-Liter und 240-Liter Biotonnen mit braunem Plastikkorpus.
Die Biotonnen werden vom Abfallwirtschaftsbetrieb München kostenfrei zur Verfügung gestellt, die Leerung und Entsorgung des Bioabfalls (im 14-täglichen Rhythmus) verursachen keine zusätzlichen Gebühren.
Vorsortierer helfen beim Erfassen der pflanzlichen Küchenabfälle (Biotonne-Vorsortierer). Die Verwendung von Säcken oder Tüten ist – mit Ausnahme von unbeschichteten Papiertüten bis 7 Liter – bei der Sammlung von Biomüll nicht erlaubt.
Weitere Informationen zur Biotonne und die Anmeldung finden Sie im Internet und in unserer Broschüre das Münchner 3-Tonnen-System. Hier finden Sie auch praktische Tipps zur Nutzung der Biotonne, z. B. wie das Auftreten von Maden und Obstfliegen verhindert werden kann.
Hier finden Sie weitere Infos zur Biotonne:
Abfälle für die Biotonne (vgl. auch Trennliste)
Kompostierbare, ungekochte Haushaltsabfälle, wie beispielsweise:
- kompostierbare Gartenabfälle und Grünabfälle, Ernterückstände wie Fallobst* (auch wenn mit Monilia/Braunfäule befallen), Laub (alle Arten, auch bei Schädlingsbefall, z.B. auch durch Kastanienminiermotte**, Rasenschnitt, Vertikutierabfälle, Baum‑, Strauch‑ und Rosenschnitt (zerkleinert), Hölzer bis 8 cm Durchmesser (Durchmesser einer Bierflasche, Unkraut, Kastanien)
- Küchenabfälle, wie rohe Obst‑ und Gemüsereste, Kartoffel-, Eier‑ und Nussschalen, Tee‑ und Kaffeesatz mit Filterpapieren, Südfrüchte und deren Schalen
- Kompostierbare Papierhandtücher, Papierservietten, Küchenpapier, Zeitungspapier (um Feuchtigkeit aufzusaugen), farbige Pappschalen in kleinen Mengen
- Haare (kleine Mengen - ungefärbt und unbehandelt), Federn
- Fango (Hochmoor aus der Naturmoorpackung)
- verwelkte Blumensträuße, Zierpflanzen, Topfpflanzen ohne Topf, Blumenerde
- Kastanienlaub trotz Miniermotte
*Bitte bei Fallobst, Kastanien, usw.: nicht die ganze Biotonne damit füllen, das Gewicht der Tonne wird zu groß; über die ganze Herbstzeit verteilt in die Biotonne geben.
**Kastanienminiermotte: nach Auskunft der Landesanstalt für Bodenkultur, sterben Eier, Larven und Puppen ab einer Temperatur von 50 Grad Celsius ab. Diese Temperaturen werden in Großkompostierungsanlagen erreicht. Blätter nicht selbst kompostieren und Blätter auf alle Fälle aus dem Garten entfernen und entsorgen (Puppen überwintern im Laub).
Abfälle, die in München nicht in die Biotonne dürfen (vgl. auch Trennliste)
- Kranke Pflanzen aus dem Garten mit Kohlhernie und Feuerbrand (meldepflichtig) dürfen nicht in die Biotonne, da die Sporen sehr widerstandsfähig sind
- Ambrosiapflanze (auch Traubenkraut oder Beifuß-Ambrosie genannt) hochallergene Pflanze
- Kleintierstreu und tierische Exkremente (mögliche Krankheitserreger)
- Exkremente
- Fango-Parrafin-Packungen
- Kork
- kompostierbare Verpackungen
- gekochte pflanzliche und tierische Küchenabfälle, z.B. Fleischreste, Knochen, Fischreste, Suppen, Saucen, alle gekochten Speisereste und angemachte Salate, Brot (Schimmelpilzvermehrung)
- Windeln, Damenbinden
- Asche
- Buntpapiere, Glas, Metall, Kunststoff (Müllbeutel aus Plastik)
- Staubsaugerbeutel, Straßenkehricht, Asche; Steine und Bauschutt
- Sperriger Baum- und Strauchschnitt, Hölzer mit mehr als 8 cm Durchmesser
- Kork (wird zu langsam abgebaut)
- kompostierbare Verpackungen (beispielsweise Joghurtbecher von Danone)
Verwendung der Bioabfälle
Die Bioabfälle werden in Kompostieranlagen und Vergärungsanlagen sowie in der neuen Trockenfermentationsanlage zu Kompost und Energie verarbeitet. Aus dem Kompost der Trockenfermentationsanlage entsteht die wertvolle Münchner Premium Blumenerde.
Der Kompost und Humus der Kompostieranlage Schernthaner GmbH, Goteboldstr. 100, 81249 München, Tel: 089/812 07 34, enthält verwerteten Inhalt Münchner Biotonnen.
Tipp:
Es ist sinnvoll, trotz der Biotonne selbst im Garten oder im Hinterhof zu kompostieren. Denn diese Form der Wiederverwertung von Bioabfällen ist die wirtschaftlichste und ökologisch sinnvollste. Im Infocenter erhalten Sie Tipps rund um das Kompostieren.


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