Batterien
Primärbatterien sind nicht für eine Aufladung vorgesehen, so z.B.
Alkali-Mangan-, Zink-Kohle-, Lithium- und Zink-Luft-Rundzellen sowie Lithium-, Alkali-Mangan-, Zink-Luft- und Silberoxid-Knopfzellen. Sie verbrauchen zu ihrer Herstellung ca. 40 bis 500 mal so viel Energie, wie sie bei der Nutzung freigeben.
Bei den wiederaufladbaren Batterien (Sekundärbatterien) und Akkus läßt sich diese Bilanz verbessern, allerdings nur, wenn sie richtig gehandhabt werden.
Rechtliche Hintergründe:
Seit 01. Dezember 2009 ist ein neues Batteriegesetz in Kraft getreten. Rücknahme- und Entsorgungsverantwortung für Altbatterien und Altakkumulatoren liegen grundsätzlich in den Händen der Hersteller, Importeure und Vertreiber. Neu ist die Einführung eines staatlichen Herstellerregisters. Da Kommunen ebenfalls kostenlose Sammelstellen bereitstellen müssen, können Batterien und Akkus beim Wertstoffhof und Giftmobil abgegeben werden. Sie dürfen auf keinen Fall über die Restmülltonne entsorgt werden.
Batterien enthalten Schwermetalle, die gesundheitschädigende Wirkung auf Menschen haben. Aber auch Mangandioxid, Lithiumverbindungen und die Elektrolyte sind zum Teil ätzende, umweltgefährdende Stoffe.
Besonders problematisch sind die Schwermetalle Quecksilber (Hg), Cadmium (Cd) und Blei (Pb). Schwermetalle können in der Umwelt nicht abgebaut werden. Die Anreicherung dieser Metalle und ihrer Verbindungen kann bei entsprechender Bioverfügbarkeit zu Störungen der empfindlichen Ökosysteme führen und sich negativ auf die menschliche Nahrungskette auswirken.
Batterien und Akkumulatoren dürfen daher keinesfalls in freier Natur weggeworfen und auch nicht über die Restmülltonne entsorgt werden.
Lithium-Batterien können explodieren. Gefahren entstehen bei einem Kurzschluss der Batteriepole. Der Kurzschluss verursacht eine Erwärmung der Batterie, wobei ab einer kritischen Temperatur (75°C) eine Explosionsgefahr eintreten kann.
Daher sollten Lithiumbatterien (z. B. aus dem Fotobereich) vor Entsorgung vom Verbraucher wieder in die Original-Verkaufspackung gegeben oder vorsorglich die Batteriepole mit Klebestreifen isoliert werden.
Sie können sowohl die Umwelt als auch Ihren Geldbeutel entlasten, indem Sie prüfen, ob Sie nicht auch ohne Batterien auskommen. Für die Strommenge aus der Steckdose zahlen Sie nämlich erheblich weniger. Sollten die Batterien dennoch benötigt werden, sind wiederaufladbare Alkalimangan-Batterien den nicht wieder aufladbaren Alkalimangan- oder Zink-Kohle-Batterien vorzuziehen. Zink-Luft- und Lithium-Knopfzellen sind besser als andere Typen dieser Batterieform.
Tipp: Mechanische Uhren und Solargeräte brauchen keine Batterien!
Ausgelaufene Batterien nur mit Gummihandschuhen anfassen. Kontaminierte Geräte zum Giftmobil bringen.
Besitzer von Batterien (Privathaushalte) können diese auch in Schulen oder Geschäften (Fotoläden, Drogerien, Elektrofachgeschäfte, Kaufhäuser, Baumärkte) abgeben. Auf öffentlichen Grund gefundene Batterien (Wilde Entsorgung - Ablagerungen) werden über das Baureferat entsorgt.
Batteriezentrale
Wörthstraße 25
81667 München
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Tel. 45870130
E-Mail: anfrage@batteriezentrale-muenchen.de


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